Bereits für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im November hatte die Verwaltung eine Änderung der Straßenbaubeitragssatzung vorgelegt, die zum Teil deutliche Beitragserhöhungen für die Anlieger vorsah. Diese Satzung regelt die prozentualen Anteile an den Kosten einer Kompletterneuerung, die von den Anliegern einer Straße selbst übernommen werden müssen, wie zuletzt etwa bei der Solinger Straße. Dabei unterscheiden sich die Beiträge je nach Straßentyp. Am höchsten sind die Anliegerbeiträge bei den Anliegerstraßen, am niedrigsten bei den Hauptverkehrsstraßen. Insgesamt gibt es acht Straßentypen. Aktuell liegt der Beitrag der Anlieger für eine Anliegerstraße zwischen 50 und 60 Prozent, für eine Hauptverkehrsstraße zwischen 10 und 50 Prozent. Seit kurzem beteiligt sich in NRW auch das Land an den Straßenbaukosten, indem es nämlich die Hälfte der Kosten übernimmt, die die Anlieger selbst zu tragen haben.
Presse Archiv
Gedenken gegen das Vergessen – Novemberpogrom am 9. November 1938 in Langenfeld
„Wie die Bestien ging es an die Garage, durch die Läger ins Haus und dabei wurde alles mit Äxten, Beilen und Seitengewehren zerstört, was ihnen begegnete. Keine Tür, kein Schrank Tisch Stuhl Lampen Porzellan Glas ist verschont geblieben. Brennende Öfen wurden umgestürzt, der Gasherd aus der Wand gerissen, die Wasserleitungen zerstört {…} ein fürchterliches Trümmerfeld, dabei tiefdunkle Nacht ohne jedes Licht“.1
So schildert die jüdische Langenfelderin Aenne Berger ihrem Bruder Hermann Berger, der im September 1938 nach Südamerika ausgewandert war, in einem Brief die bewusst vorgenommene Zerstörung ihres Elternhauses durch die SA.
In ganz Langenfeld kam es am 9. Und 10. November 1938 zu Übergriffen und zur Verwüstung jüdischer Geschäfte und Wohnhäuser. Die Synagoge an der damaligen Adolf-Hitler-Straße 101 (heute Ecke Hauptstraße/Wilhelmstraße) wurde dem Erdboden gleichgemacht, der jüdische Friedhof in Richrath geschändet.
Brandkatastrophe in Moria – Langenfelder Grüne appellieren erneut an Mitmenschlichkeit
Schnelle und unbürokratische Hilfe ist nun gefordert
Die Bilder des für 3000 Menschen konzipierten und mit 12.500 Geflüchteten heillos überbelegten Lagers Moria lassen die Katastrophe nur erahnen. Rauchschwaden, Verwüstung und tausende Menschen, die das Letzte, was sie überhaupt noch hatten, nun endgültig verloren haben. Die Hilflosen irren umher, die Bevölkerung der kleinen Insel Lesbos ist vollkommen überfordert. Europa hat zu lange die Augen verschlossen und darf nun nicht mehr die Verantwortung von sich weisen.
Die Vorsitzenden der GRÜNEN Bundestagsfraktion, die Bundesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und weitere GRÜNE Funktionsträger haben den Bundesinnenminister Horst Seehofer in einem Brief aufgefordert, „….Moria zu evakuieren und die Aufnahmebereitschaft zahlreicher Bundesländer und Kommunen endlich ernst zu nehmen. Deutschland muss jetzt handeln und Schutzsuchende aufnehmen….“
Bessere Bus-Verbindung nach Hilden beantragt
Zurzeit verkehrt die Buslinie 785 in der Hauptverkehrszeit montags bis freitags von 6.22 – 7.22 Uhr und von 16.04 – 17.24 Uhr jeweils im 10-Minuten-Takt zwischen S-Bahnhof Langenfeld und Heinrich-Heine-Allee (und umgekehrt). Der Antrag geht dahin, den Bus z.B. um 6.22 Uhr als Schnellbus, um 6.32 im Normaltakt und um 6.42 wieder als Schnellbus (usw.) fahren zu lassen. Als Linienweg könnten sich auf Langenfelder Stadtgebiet z.B. folgende Alternativen mit den genannten Haltestellen anbieten:
1) Derzeitiger Linienweg mit den Haltestellen S-Bahnhof Langenfeld – Berliner Platz – Marktplatz – Stadtgalerie – Rathaus – Winkelsweg – Richrath Kirche – Zollhaus
2) Ab S-Bahnhof Langenfeld über Knipprather Straße – Wilhelmstraße – Hauptstraße mit den Haltestellen Stadtmitte und weiter siehe Alternative 1
Man kann davon ausgehen, dass sich die Fahrtzeit allein in Langenfeld um mehr als 10 Minuten reduziert.