GRÜNE: Natur- und Freiflächen in Regionalplanung erhalten

“Nach dem aktuellen Kreistagsbeschluss sehen wir mit großer Spannung auf die Entscheidung der Bezirksregierung in Düsseldorf zur Abwägung zwischen Freiflächenschutz und Bauentwicklung in unserer Stadt”, kommentiert der Vorsitzende der GRÜNEN Kreistagsfraktion Bernhard Ibold aus Langenfeld eine besondere Entwicklungen im Kreistag in der Woche vor den Herbstferien.

Hintergrund ist ein von der Unabhängigen Wählergemeinschaft des Kreises Mettmann (UWG-ME) eingebrachter Antrag zur Erhaltung ‘Regionaler Grünzüge im südlichen Berghausen und im südwestlichen Reusrath’. Diese Freiflächen und Naherholungsgebiete sollen mit der aktuellen Regionalplanung zur baulichen Entwicklung vorgesehen werden. So setzt sich etwa die Stadt Langenfeld wieder für ein ‘Allgemeines Siedlungsgebiet für Gewerbe’ am Alten Knipprather Weg ein. Hingegen hatte die UWG-ME den möglichen Wegfall der Freiflächenweg bemängelt und die Übernahme alter Gebietsentwicklungsplanungen zum Erhalt der bestehenden Freiflächen beantragt.

“In der Vergangenheit sind entsprechende Vorstöße unserer GRÜNEN Fraktionen im Kreistag und im Langenfelder Stadtrat zum Erhalt von Natur- und Freiflächen stets abgelehnt worden. Nun ist der von uns aktiv unterstützte UWG-Antrag aufgrund der überraschenden Enthaltung der CDU-Fraktion durchgekommen. Damit entsteht jetzt die einmalige Situation, dass unterschiedliche Belange des Kreises und der Stadt in der weiteren Regionalplanung übergeordnet abgewogen werden müssen”, unterstreicht Ibold und ergänzt: “Lange Jahre hatte die Stadt Langenfeld das Ziel, nicht mehr als 50% des Stadtgebietes zu bebauen. Jetzt sind wir laut Angaben des statistischen Landesbetriebes ‘Information und Technik NRW’ aber bereits bei 51% an Siedlungs- und Verkehrsflächen angelangt. Dabei sind die aktuell bebauten Bereiche im Stadtgebiet wie etwa die große Fläche rund um den Berghausener Blumentopf noch nicht einmal berücksichtigt. Auch von der Stadt entwickelte und seit längerer Zeit leer stehende Gewerbegebiete wie zum Beispiel gegenüber der LVR-Klinik weisen darauf hin, dass zusätzliche Ausweisungen von Freiflächen zur Bauentwicklung nicht notwendig sind. In den kommenden Monaten wird sich im Rahmen der weiteren Ausrichtung der Regionalplanung zeigen, wie ernst die CDU-Mehrheit im Stadtrat das stets proklamierte Ziel des Ausgleichs von natürlichen und bebauten Flächen in Langenfeld noch nimmt”.

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