Haushalt: Antrag auf Einrichtung einer Fachstelle für Migrationsberatung

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt die Einrichtung einer Fachstelle für Migrationsberatung. Zur Finanzierung einer Fachkraft werden 45.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Stellenprofil zu entwickeln, die Ausschreibung vorzubereiten und in den zuständigen Ausschüssen abzustimmen.

Begründung:

Integration ist eine Querschnittsaufgabe für die Einwanderungsgesellschaft und eine Schlüsselaufgabe kommunaler Arbeit im Einwanderungsland Deutschland. Stadt und Politik müssen Integration als städtische Aufgabe organisieren, so wie es andere Kommunen bereits getan haben. Die vielfältigen Aufgaben im Bereich Migration und Integration dürfen nicht länger Beiwerk sein, sondern müssen zentral gebündelt werden.

Dabei ist klar: Integration ist keine Einbahnstraße, sondern bedarf der aktiven Mitwirkung aller Beteiligten. Einerseits stehen Migrantinnen und Migranten selbst in der Verantwortung (z.B. beim Spracherwerb), andererseits müssen Kommune und die Mehrheitsgesellschaft aktiv auf die Zielgruppen zugehen, verstärkt und gezielt Integrationsangebote schaffen zur Orientierung und Beteiligungsmöglichkeiten. Die Fachstelle für Migrationsberatung erfüllt hier eine Schlüsselfunktion.

Beraten – Koordinieren – Vernetzen

Die Fachstelle für Migrationsberatung berät und begleitet alle Menschen mit Migrationshintergrund in Langenfeld, insbesondere auch die Flüchtlinge in den Übergangswohnheimen. Sie vernetzt die Akteure in Verwaltung, Politik, Religionsgemeinschaften, Migrantenorganisationen, Verbänden, Schulen und Vereinen.

Ein Punkt ist auch der Kontakt zu den Migrantenselbstorganisationen. Die Stelle koordiniert und berät die Multiplikatoren und trägt so die Integrationsarbeit in die Gemeinschaften hinein. Dies betrifft die Organisation und Information z.B. über kulturelle Aktivitäten sowie die Vermittlung zwischen Behörden und Neubürgerinnen und –bürgern.

Verwandte Artikel