Anträge zum Haushalt 2014 – Soziales

Antrag auf Einrichtung einer Fachstelle für Migrationsberatung:

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt die Einrichtung einer Fachstelle für Migrationsberatung. Zur Finanzierung einer Fachkraft werden 45.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Stellenprofil zu entwickeln, die Ausschreibung vorzubereiten und in den zuständigen Ausschüssen abzustimmen.

Begründung:

Integration ist eine Querschnittsaufgabe für die Einwanderungsgesellschaft und eine Schlüsselaufgabe kommunaler Arbeit im Einwanderungsland Deutschland. Eine hohe Zahl unzureichend integrierter Bürgerinnen und Bürger sind eine Hypothek für die Zukunft. Stadt und Politik müssen Integration als städtische Aufgabe organisieren, so wie es andere Kommunen bereits getan haben. Die vielfältigen Aufgaben im Bereich Migration und Integration dürfen nicht länger Beiwerk sein, sondern müssen zentral gebündelt werden.

Dabei ist klar: Integration ist keine Einbahnstraße, sondern bedarf der aktiven Mitwirkung aller Beteiligten. Einerseits stehen Migrantinnen und Migranten selbst in der Verantwortung (z.B. beim Spracherwerb), andererseits müssen Kommune und die Mehrheitsgesellschaft aktiv auf die Zielgruppen zugehen und Beteiligungsmöglichkeiten schaffen. Die Fachstelle für Migrationsberatung erfüllt hier eine Schlüsselfunktion.

Beraten – Koordinieren – Vernetzen

Die Fachstelle für Migrationsberatung berät und begleitet alle Menschen mit Migrationshintergrund in Langenfeld, insbesondere auch die Flüchtlinge in den Übergangswohnheimen. Sie vernetzt die Akteure in Verwaltung, Politik, Religionsgemeinschaften, Verbänden, Schulen und Vereinen.

Ein weiterer Punkt ist auch der Kontakt zu den Migrantenselbstorganisationen. Die Stelle koordiniert und berät die Multiplikatoren und trägt so die Integrationsarbeit in die Gemeinschaften hinein. Dies betrifft die Organisation und Information z.B. über kulturelle Aktivitäten sowie die Vermittlung zwischen Behörden und Neubürgerinnen und –bürgern.