GRÜNE Langenfeld freuen sich über Halbierung der Lasten für Langenfeld

Ohne großen Wirbel haben die GRÜNEN der betroffenen Städte des Kreises Mettmann ihre Bedenken gegenüber der Solidaritätsumlage zum Ausdruck gebracht. Das erfolgte in vielen internen Treffen mit den eigenen Landtagsabgeordneten. Hier haben die Fraktionsvorsitzenden deutlich gemacht: Wir sind nicht gegen die Solidarität der Städte untereinander, aber die finanzstarken Städte haben Probleme eine derartige Belastung zu stemmen. Die jetzige Lösung sehen die Langenfelder GRÜNEN auch als Erfolg der eigenen Bemühungen, für Verständnis gesorgt zu haben. Die GRÜNEN im Landtag sind nun auf unsere Sichtweise eingeschwenkt. Wir stellen uns nicht grundsätzlich gegen eine Solidarität der Starken mit den Schwachen, so wie es die Ratsresolution gesehen hatte. Dort hatten CDU, SPD , FDP und BGL jeder  Art der Lastenteilung eine Absage erteilt. Das fanden wir übertrieben und haben nicht mitgemacht. (Gewundert hat uns damals allerdings, dass die örtliche SPD dem Unionsantrag kommentarlos gefolgt ist.)

Man ist ja in Langenfeld daran gewöhnt, sich als etwas Besonderes zu fühlen. Der Abbau der Schulden wird als große Legende aufgebauscht. Daher fühlt man sich jetzt ungerecht behandelt. Es wird gern vergessen, wie Langenfeld bemüht war, der Nachbarschaft die Gewerbekundschaft abspenstig zu machen. Das, was man jetzt den Monheimer vorwirft, hat Langenfeld doch selber vorgemacht. Es wird auch übersehen, wie viel dramatischer die Finanzlage der Ruhrgebietsstädte und der des  Bergischen Landes ist. Gewiss ist dort nicht alles ohne eigenes Verschulden so in die finanzielle Misere gelaufen, wie wir sie heute kennen. Aber eine Strukturkrise, wie diese Städte sie zu bewältigen haben, hat Langenfeld nicht betroffen. Vor allem belastet diese Städte auch die hohe Zahl von Langzeitarbeitslosen, für deren Mietkosten sie aufkommen müssen. Langenfeld war mit seiner vergleichsweise großen Fläche mit den ausgezeichneten Verkehrsanbindungen gut aufgestellt. Auch die Lage zwischen den großen Städten hat uns begünstigt. Da sollte man nicht voreilig den Stab über andere brechen. Einzelne Beispiele der Verschwendungssucht und des unbefangenen Umgangs mit Steuermitteln bestätigen nur die Vorurteile, aber dürfen die insgesamt viel schwierigere  Situation dieser Städte nicht vergessen machen.

Die jetzt erreichte Halbierung ist für uns ein gangbarer Weg. Es ist immer noch eine bedeutsame Belastung, aber man wird sie in Langenfeld wegstecken können. Wir GRÜNEN vor Ort haben an dieser Änderung mitgewirkt. Bei  internen Treffen im Landtag und ohne große Hysterie.

 

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