1 Jahr Corona in Langenfeld

Heute vor einem Jahr, am 11. März 2020, wurde der erste Corona-Fall in Langenfeld festgestellt. Diese Pandemie hat seitdem auch das Leben in unserer Stadt verändert.

Betrachten wir die Fakten:
In Langenfeld sind, Stand heute, im vergangenen Jahr 1646 Menschen an Corona erkrankt. Dementsprechend gibt einen noch größeren Anteil derer, die sich mindestens einmal in Quarantäne begeben mussten.

Leider haben wir auch 52 Menschen an diese Krankheit verloren. Unsere tiefste Anteilnahme gehört daher den Familien, Freund:innen und Bekannten dieser Menschen. Sie sind kein bloßer Teil einer traurigen Statistik. Sie waren Menschen unserer Stadt und sie werden vermisst.

Corona hat Einfluss auf alle Bürger:innen

Corona hatte einen Einfluss auf jede einzelne Person, auf manche mehr als Andere. Medizinisches Personal und Gesundheitsämter arbeiteten rund um die Uhr, Lehrkräfte, Schüler:innen und Studierende mussten sich auf Online-Lehre und/oder Lernen unter erschwerten Bedingungen einstellen. Kitas stellten auf Notbetrieb um, Gastronomie, Einzelhandel und körpernahe Dienstleistungen mussten andere Konzepte entwickeln oder sogar schließen.Menschen gingen ins Homeoffice und die Kulturbranche konnte fast nichts mehr tun. Das ist größtenteils auch heute noch so.Viele Menschen bangen deshalb um ihre wirtschaftliche Zukunft und haben keine Kraft mehr die immer noch anstehenden Herausforderungen zu meistern. Hier muss Politik auch vor Ort noch weitere Arbeiten leisten, um weiterhin in einer lebenswerten Stadt zu wohnen, die Gastronomie, Service und Kultur zu bieten hat.

Besondere Zeiten verlangen besondere Maßnahmen

Wir lernten über die Relevanz von Schutzmaßnahmen wie Desinfektion, Abstand halten und Maske tragen, wir erfuhren, was genau ein Inzidenzwert ist und vieles mehr. In der Pandemie sind wir über uns hinausgewachsen. Allen Menschen, die sich zum Schutz ihrer selbst und gerade zum Schutz anderer solidarisch, vernünftig und besonnen verhalten haben, gebührt unser Dank.

Was passiert mit unseren Kindern und Jugendlichen?

Gruppen, deren Einschränkungen durch die Pandemie oft übersehen werden, sind Kinder und Jugendliche. Erinnern Sie sich an die Zeit zurück, in der Sie selbst Kind bzw. ein:e Jugendliche:r waren: Die eigenen Freund:innen fast gar nicht zu sehen, nicht ins Kino, ins Theater, in einen Club oder ein Café gehen zu können? Eine furchtbare Vorstellung, gerade für diese Altersgruppen. Und doch ist es Realität.

Es wurden kreative Wege gefunden, um in der Pandemie den so wichtigen Sozialkontakt nicht gänzlich zu verlieren. Beispielsweise mit Spieleabenden über Soziale Medien konnte die digitale Welt leisten, was vor Ort nicht möglich war. Gerade deshalb ist eine gute digitale Infrastruktur wichtig und notwendig.

Corona stellt alle Generationen vor besondere Herausforderungen

Gerade weil unsere Kinder und Jugendlichen auf die so wichtigen Sozialkontakte verzichten, um die Gruppen zu schützen, die vom Ausmaß dieser Krankheit besonders betroffen sind, sind wir alle auch in der Verantwortung die Bedürfnisse dieser nachfolgenden Generationen auf eine saubere und stabile Umwelt zu achten und mit aller Kraft zu bewahren. Denn eine solche Pandemie kommt nicht von irgendwo. Man darf nicht außer Acht lassen, dass der menschengemachte Klimawandel direkt verantwortlich für Pandemien dieses Ausmaßes ist.

Dies stellte das Robert-Koch-Institut bereits 2009 fest (weiterführende Infos hier ).

Daher fordern wir: nachhaltige Lösungen im Verkehrssektor, umweltfreundliche Stromgewinnung, mehr Grün und weniger Beton und alles Weitere, das direkte Auswirkungen auf das Klima hat!

Ja, alle Menschen an allen Orten müssten hier handeln. Doch wir hier in Langenfeld können mit gutem Beispiel vorangehen und diese Maßnahmen umsetzen. Es ist möglich und wir gewinnen eine nachhaltige Kommune mit guter Lebensqualität und können unseren Teil dazu beitragen, dass der Klimawandel aufgehalten wird und Pandemien wesentlich weniger wahrscheinlich werden. Das ist unser Ziel, darauf arbeiten wir als Politiker:innen hin. Helfen Sie uns, dieses Ziel zu erreichen! Was ist Ihrer Meinung nach notwendig, um Langenfeld nachhaltig zu gestalten? Welche Erfahrungen haben Sie in der Pandemie gemacht? Schreiben Sie uns über unsere Social Media Kanäle, Facebook und Instagram oder kontaktieren Sie uns per E-Mail (ortsverband@gruene-langenfeld.de).

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