Antrag Erweiterung Langenfelds Schulkapazitäten im weiterführenden Bereich

Gemeinschaftsantrag und Begründung von Bündnis90/Die Grünen, FDP und SPD:

Antrag:
Der Schulausschuss beschließt zur Kapazitätserweiterung unsere weiterführenden Schulen in der Zügigkeit für die Einstiegsklassen wie folgt zu planen:
• Bettine-von-Arnim-Gesamtschule: 5-zügig (Zweckverband mit Hilden; neue „Zielverteilung“ 3 Züge Langenfeld, 2 Züge Hilden. Die Verwaltung soll alle Schritte in die Wege leiten, dass der Zweckverband dies umsetzt.)
• Konrad-Adenauer-Gymnasium: 6-zügig
• Kopernikus-Realschule: 4-zügig
• Prismaschule: 4-zügig
• Neue Gesamtschule: 4-zügig
Wir sehen es wie die Bezirksregierung und die Verwaltung, dass mindestens eine Mehrzügigkeit von etwa zweieinhalb Zügen benötigt wird. Allerdings nehmen wir auch unsere Resultate der diversen Workshops und Gespräche zwischen Schulexperten, Verwaltung und Politik ernst. Die Ergebnisse dieser Workshops stellen meistgewichtet vor allem den Langenfelder Standard und die Qualität in den Vordergrund. Daher verringern wir die Zügigkeit der Prismaschule und der BvA um je einen Zug in der Neuaufnahme und gründen eine weitere Gesamtschule, um in der Folge bei großen Jahrgängen maximale Flexibilität zu haben.

Der Schulausschuss beauftragt die Verwaltung für die oben genannten Schulkapazitäten alle nötigen Schritte in die Wege zu leiten. Es wurde jahrelang diskutiert und die großen Herausforderungen müssen jetzt schnell angegangen werden. Es wird kreativ und lösungsorientiert für eine schnelle Lösung gearbeitet. Die Schritte umfassen unter anderen:
1. Weiterführung und Abschluss aller laufenden Grundstücksverhandlungen, um Planungssicherheit für die Planung der neuen Schule sicherzustellen.
2. Planung der neuen 4-zügigen Gesamtschule.
3. Schnelle Gründung der neuen Gesamtschule in einer Containerlösung am Standort des KAG, um bereits im sehr großen 5er Jahrgang 26/27 vier Mehrklassen an der neuen Gesamtschule bilden zu können. Hier finden sich Fachräume und Sportkapazitäten, die anfangs genutzt werden können, bis der neue Gesamtschulbau fertig ist. Es ist äußerste Priorität auf schnelle Umsetzung erforderlich, um dies zu ermöglichen.
4. Planung der neuen Zügigkeit an der Prismaschule. Welche Gebäude werden benötigt? Reichen die Sportkapazitäten für Prisma (4-Züge) und Grundschulen an der Fröbelstraße? Kann man in 4-Zügigkeit auf lange Sicht auf die Gebäude am Hang verzichten, damit die Stadt diese anders nutzen kann?
5. Planung der neuen Zügigkeit an der BvA und von Maßnahmen, wie die Schule wieder raumtechnisch erneuert werden kann. Hier ist besonders zu wünschen, dass sich die Schule aufmacht, um zum Beispiel Sportschwerpunktschule zu werden. Was ist dafür nötig?
6. Planungen an der KOP zur Erweiterung der Sportkapazitäten für eine 4-zügige Realschule

Begründung:
Wir beschäftigen uns jetzt seit Jahren mit den Zahlen der Schulentwicklungsplanung. Viele der letzten 5er Aufnahmejahre waren bis auf den letzten Platz belegt. Es gab mitunter keinerlei Flexibilität mehr im Langenfelder System. Hier müssen wir stark und mutig agieren.
Wir benötigen, wie auch Verwaltung und Bezirksregierung schreibt, mindestens zweieinhalb Mehrklassen. Mit unserem Vorschlag schaffen wir 2 weitere Klassen. Wir schaffen aber vor allem Flexibilität, um an allen Schulen Möglichkeiten zu schaffen auf die noch größeren Jahrgänge reagieren zu können und für bisher nicht vorherzusende Zahlen gerüstet zu sein.
Viel wichtiger schaffen wir es allerdings so, dass an allen Schulen wieder Schulkonzepte umgesetzt werden können. Insbesondere zum Beispiel das ursprünglich geplante, sehr sinnvolle, auf Raumplanung abgestimmte pädagogische Schulkonzept der Prismaschule, das aufgrund von Zugerweiterung seit Gründung nicht richtig umgesetzt werden kann. Konzepte, die wieder dazu führen, dass wir unseren Anspruch eines guten Langenfelder Standards wirklich erfüllen können. Konzepte, die ermöglichen, dass Schulleitungen und ihre Teams all unsere Kinder mitnehmen können zu guter Bildung.
Mit diesem Antrag ermöglichen wir genau das. Langenfelder Standard, gute Bildung und gutes Aufwachsen unserer Kinder.
Eine attraktive Schullandschaft mit vielfältigen Wahlmöglichkeiten und hoher Bildungsqualität ist entscheidend für die Anziehung junger Familien und hochqualifizierter Fachkräfte nach Langenfeld. Diese Familien legen großen Wert auf die bestmögliche Ausbildung ihrer Kinder und wählen ihren Wohnort gezielt danach aus. Durch die Schaffung eines ansprechenden Bildungsangebots erhöhen wir die Attraktivität Langenfelds, fördern den Zuzug dringend benötigter Fachkräfte und schaffen positive Rahmenbedingungen für die lokale Wirtschaft, die von einem qualifizierten Arbeitskräftepotenzial profitiert.

Abstimmungsergebnis: wurde mit Stimmen der BGL und CDU abgelehnt