Gedenken gegen das Vergessen – Novemberpogrom am 9. November 1938 in Langenfeld

Wie die Bestien ging es an die Garage, durch die Läger ins Haus und dabei wurde alles mit Äxten, Beilen und Seitengewehren zerstört, was ihnen begegnete. Keine Tür, kein Schrank Tisch Stuhl Lampen Porzellan Glas ist verschont geblieben. Brennende Öfen wurden umgestürzt, der Gasherd aus der Wand gerissen, die Wasserleitungen zerstört {…} ein fürchterliches Trümmerfeld, dabei tiefdunkle Nacht ohne jedes Licht“.1

So schildert die jüdische Langenfelderin Aenne Berger ihrem Bruder Hermann Berger, der im September 1938 nach Südamerika ausgewandert war, in einem Brief die bewusst vorgenommene Zerstörung ihres Elternhauses durch die SA.
In ganz Langenfeld kam es am 9. Und 10. November 1938 zu Übergriffen und zur Verwüstung jüdischer Geschäfte und Wohnhäuser. Die Synagoge an der damaligen Adolf-Hitler-Straße 101 (heute Ecke Hauptstraße/Wilhelmstraße) wurde dem Erdboden gleichgemacht, der jüdische Friedhof in Richrath geschändet.

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Wahlverlierer greifen ins Stadtsäckel

Grüne entsetzt über Antrag zum dritten stellvertretenden Bürgermeisterposten

Nach der vergangenen Kommunalwahl und dem damit verbundenen Verlust der absoluten Mehrheit der CDU frohlockten die Langenfelder Bürger*innen in den sozialen Medien: „Ein ,Weiter-so‘ wird es nicht geben.“ Nun zeigt sich jedoch, dass die Wahlverlierer eine Allianz gegründet haben, um sich die jeweils gewünschten Posten zuzuschanzen. Die SPD hat man dabei wohl geködert, indem man den völlig überflüssigen Posten eines dritten Bürgermeisters schaffen will. Mit Unverständnis nahm der Vorstand der Grünen den Antrag von CDU, SPD und FDP auf.

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Langenfelder Grüne wählen neuen Ortsvorstand

Staffelübergabe an gleichberechtigtes Sprecherinnenteam

Unter strengen Corona-Vorsichtsmaßnahmen wählten die Langenfelder Grünen am Montagabend ihren neuen Ortsvorstand. Elke Hirsch-Biermann und Carsten Nummert werden der Partei in Zukunft als gleichberechtigtes Sprecher*innen-Team vorstehen. Dafür beschlossen die Mitglieder eine Satzungsänderung und orientieren sich damit deutlich stärker an dem aktuellen Vorgehen von Kreis- Landes- und Bundespartei. So kann sich Günter Herweg zukünftig verstärkt auf sein Amt als Fraktionsvorsitzender konzentrieren, in dem er bereits vor zwei Wochen bestätigt wurde. „Wir danken Günter Herweg für seine hervorragende Arbeit der letzten 10 Jahre und freuen uns, dass wir die vor uns liegende Arbeit jetzt auf mehrere Schultern verteilen können.“, so die neugewählte Sprecherin Elke Hirsch-Biermann.

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Radeln für ein gutes Klima: Langenfelder Parlamentarier*innen beim Stadtradeln

Den letzten Samstag im September endete das diesjährige Stadtradeln, an dem Langenfeld bereits zum 6. Mal erfolgreich teilgenommen hat. Drei Wochen lang haben ambitionierte Radler*innen ein klares Statement gesetzt für klimaneutrale Mobilität.
Bis Anfang Oktober konnten die fleißig erradelten Kilometer noch nachgetragen werden, nun steht das Ergebnis fest:
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Kommunalwahlergebnis: GRÜNE legen um 6% zu – CDU verliert absolute Mehrheit

Foto:
Die neun frisch gewählten GRÜNEN Ratsmitglieder von links nach rechts:
Beate Barabasch, Elke Hirsch-Biermann, Franz Janssen, Eva Brunkau, Dirk Niemeyer, Birgit Radke, Carsten Nummert, Siedi Serag, Günter Herweg.
 
 
 
 
 

Im Gegensatz zur ausgewogenen Besetzung bei unserem neuen Team ist von Gleichberechtigung im neuen Rat insgesamt wenig zu spüren: Von 50 Ratsmitgliedern sind nur 13 Frauen. Davon kommen die meisten, nämlich fünf (von neun) aus der GRÜNEN Fraktion. CDU: vier (von 22); SPD: zwei (von fünf); BGL: eine (von zwölf) und FDP: eine (von zwei).

 
Das wichtigste Ergebnis: Die CDU verliert nach Jahrzehnten ihre absolute Mehrheit …Weiterlesen »

Brandkatastrophe in Moria – Langenfelder Grüne appellieren erneut an Mitmenschlichkeit

Schnelle und unbürokratische Hilfe ist nun gefordert

Die Bilder des für 3000 Menschen konzipierten und mit 12.500 Geflüchteten heillos überbelegten Lagers Moria lassen die Katastrophe nur erahnen. Rauchschwaden, Verwüstung und tausende Menschen, die das Letzte, was sie überhaupt noch hatten, nun endgültig verloren haben. Die Hilflosen irren umher, die Bevölkerung der kleinen Insel Lesbos ist vollkommen überfordert. Europa hat zu lange die Augen verschlossen und darf nun nicht mehr die Verantwortung von sich weisen.

Die Vorsitzenden der GRÜNEN Bundestagsfraktion, die Bundesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und weitere GRÜNE Funktionsträger haben den Bundesinnenminister Horst Seehofer in einem Brief aufgefordert, “….Moria zu evakuieren und die Aufnahmebereitschaft zahlreicher Bundesländer und Kommunen endlich ernst zu nehmen. Deutschland muss jetzt handeln und Schutzsuchende aufnehmen….”
 
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Bessere Bus-Verbindung nach Hilden beantragt

Zurzeit verkehrt die Buslinie 785 in der Hauptverkehrszeit montags bis freitags von 6.22 – 7.22 Uhr und von 16.04 – 17.24 Uhr jeweils im 10-Minuten-Takt zwischen S-Bahnhof Langenfeld und Heinrich-Heine-Allee (und umgekehrt). Der Antrag geht dahin, den Bus z.B. um 6.22 Uhr als Schnellbus, um 6.32 im Normaltakt und um 6.42 wieder als Schnellbus (usw.) fahren zu lassen. Als Linienweg könnten sich auf Langenfelder Stadtgebiet z.B. folgende Alternativen mit den genannten Haltestellen anbieten:
1) Derzeitiger Linienweg mit den Haltestellen S-Bahnhof Langenfeld – Berliner Platz – Marktplatz – Stadtgalerie – Rathaus – Winkelsweg – Richrath Kirche – Zollhaus
2) Ab S-Bahnhof Langenfeld über Knipprather Straße – Wilhelmstraße – Hauptstraße mit den Haltestellen Stadtmitte und weiter siehe Alternative 1
Man kann davon ausgehen, dass sich die Fahrtzeit allein in Langenfeld um mehr als 10 Minuten reduziert.

Neuer Schnellbus bis zur Düsseldorfer Uni und zum Südpark

Seit dem 12. August bringt die jetzt nach Langenfeld verlängerte Schnellbuslinie SB 57 alle 20 Minuten von der Turnerstraße aus, über den Auguste-Piccard-Weg und Wolfhagen/Fuhrkamp, Fahrgäste aus Langenfeld an die Universität oder den Südpark in Düsseldorf. Vom Südpark aus ist die Weiterfahrt bis in die Düsseldorfer Innenstadt möglich. Damit gibt es eine attraktive Alternativroute zur S6, insbesondere zur Uni, aber auch für S6-geplagte Pendler.

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Informationsverbot für Ratsmitglieder

Im Zusammenhang mit dem Reusrather Bebauungsplan-Verfahren Opladener Straße/Angerweg soll am 13. August eine Informationsveranstaltung stattfinden, zu der der Bürgermeister in die Reusrather Schützenhalle eingeladen hat. Im Zusammenhang mit den Corona-Beschränkungen ist die Zahl der Teilnehmer auf fünfzig begrenzt und eine vorherige Anmeldung erforderlich. Um die Anliegen der Anwohner aus erster Hand zu erfahren, habe ich mich als Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Stadtrat ebenfalls angemeldet. Denn mit der Absage der sonst üblichen öffentlichen Bürgeranhörung zum Bebauungsplan vor einigen Wochen ist ja nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern die ausführliche Information über das Planverfahren genommen worden. Auch den Mitgliedern des Planungsausschusses hat damit die Möglichkeit gefehlt, die Einstellung der Anwohner zu diesem Vorhaben in der ganzen Breite von diesen selbst zu erfahren, wie es sonst in Bebauungsplan-Verfahren üblich ist. Kurz nach meiner Anmeldung wurde mir vom Bürgermeister mitgeteilt, dass er “keine Anmeldungen aus den Fraktionen annehmen” wird. Im Folgenden mein Antwortschreiben:
 
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