Wahlverlierer greifen ins Stadtsäckel

Grüne entsetzt über Antrag zum dritten stellvertretenden Bürgermeisterposten

Unsere neue Ratsfraktion nach der konstitutierenden Sitzung

Nach der vergangenen Kommunalwahl und dem damit verbundenen Verlust der absoluten Mehrheit der CDU frohlockten die Langenfelder Bürger*innen in den sozialen Medien: „Ein ,Weiter-so‘ wird es nicht geben.“ Nun zeigt sich jedoch, dass die Wahlverlierer eine Allianz gegründet haben, um sich die jeweils gewünschten Posten zuzuschanzen. Die SPD hat man dabei wohl geködert, indem man den völlig überflüssigen Posten eines dritten Bürgermeisters schaffen will. Mit Unverständnis nahm der Vorstand der Grünen den Antrag von CDU, SPD und FDP auf. Dieses Amt wurde vor Jahren schon einmal für die FDP als Geschenk für eine Koalition eingerichtet, jetzt ist es wohl Bestandteil einer Abmachung sich die begehrten Posten der Ausschussvorsitzenden zu sichern“, erläutert die neue grüne Parteisprecherin Elke Hirsch-Biermann.
Dass in Zeiten von Corona und Unternehmenssteuerausfällen für ein unnötiges Amt in die Stadtkasse gegriffen wird, erbost auch Carsten Nummert, ebenfalls neuer Sprecher der Grünen: „Es ist ein vollkommen falsches Signal, wenn z. B. VHS-Dozent*innen während des lock-downs bei ihren Verhandlungen um eine 1,- €-Gehaltserhöhung kämpfen müssen und viele Soloselbständige um ihre Existenz bangen, dass sich einzelne Politiker unnötige Schau-Ämter einrichten lassen und so die Stadtkasse zu belasten.“
Die Grünen haben den Antrag in der Ratssitzung abgelehnt.

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