Langenfelder Klimaschutz findet weitgehend auf dem Papier statt


Am 14. November stellte die Stadtverwaltung im Planungs- und Umweltausschuss ihren Bericht zu den in 2019 umgesetzten Klimaschutzmaßnahmen vor. Von der Maßnahme 1 “Verleihung des Umweltschutzpreises” beim Neujahrsempfang des Bürgermeisters bis zur Maßnahme 85 “Gestaltung, Druck und Aufstellen von Schildern: Langenfeld summt! an Blühflächen” präsentiert die Verwaltung einen bunten Strauß von “Maßnahmen”, die für sich genommen nicht ein einziges Gramm an CO2 einsparen. Lediglich der letzte Punkt 86, “Abruf der Fördermittel Sofortprogramm saubere Luft” und die davon angeschafften fünf neuen E-Autos der Stadtverwaltung kann für sich in Anspruch nehmen, etwas zur CO2-Reduktion beizutragen.

 

Ist das nicht allein schon alles enttäuschend genug, wenn in Langenfeld Klimaschutz weitgehend als Werbeveranstaltung gesehen wird, traut man bei der aufgelisteten Maßnahme 30 (rechts) seinen Augen nicht. Unter der Bezeichnung “Ansprache bei der FFF Demo vor dem Rathaus” rechnet man sich eine Rede vor den jugendlichen Demonstranten von Fridays for Future als Klimaschutzmaßnahme schön. Ausgerechnet vor den Jugendlichen, die auf die Straße gehen, weil ihnen schöne Worte nicht mehr reichen und die mit ihrer Demonstration endlich Taten zur Sicherung ihrer Zukunft verlangen!

Offenbar haben weder die augenblickliche Ratsmehrheit noch der Bürgermeister verstanden, dass wir inzwischen fünf vor zwölf haben, um die gravierendsten Auswirkungen steigender Temperaturen noch abzuwenden. Dem Bürgermeister, der die Bedeutung des Klimaschutzes gerne in Reden betont, möchte man zurufen: “Lassen Sie endlich Taten sprechen!”

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