Kommunalwahlergebnis: GRÜNE legen um 6% zu – CDU verliert absolute Mehrheit

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Die neun frisch gewählten GRÜNEN Ratsmitglieder von links nach rechts:
Beate Barabasch, Elke Hirsch-Biermann, Franz Janssen, Eva Brunkau, Dirk Niemeyer, Birgit Radke, Carsten Nummert, Siedi Serag, Günter Herweg.
 
 
 
 
 
Im Gegensatz zur ausgewogenen Besetzung bei unserem neuen Team ist von Gleichberechtigung im neuen Rat insgesamt wenig zu spüren: Von 50 Ratsmitgliedern sind nur 13 Frauen. Davon kommen die meisten, nämlich fünf (von neun) aus der GRÜNEN Fraktion. CDU: vier (von 22); SPD: zwei (von fünf); BGL: eine (von zwölf) und FDP: eine (von zwei).

Das wichtigste Ergebnis: Die CDU verliert nach Jahrzehnten ihre absolute Mehrheit im Stadtrat, bleibt aber mit 42,3 % stärkste Fraktion. Die FDP kann als potentieller Dauerbündnispartner der CDU diesen Verlust mit 4,2 % nicht ausgleichen. Zweitstärkste Fraktion wird die BGL mit 23,8 % und die SPD erleidet mit nur noch 10,6 % ihr wohl schlechtestes Kommunalwahlergebnis. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN holen dagegen mit 18,1 % ihr bisher bestes Kommunalwahlergebnis in Langenfeld und liegen damit auch etwa im Landestrend.

Mit dem zweitbesten Ergebnis für einen GRÜNEN Bürgermeisterkandidaten holt Günter Herweg mit 13 % den dritten Platz vor dem SPD-Bewerber.

 

Aufgrund der Tatsache, dass die CDU in 21 von 22 Wahlkreisen – trotz der Verluste – ihren Direktkandidaten durchbringen konnte, dies aber nicht ihrem prozentualen Ergebnis entsprach, kam es für die Sitzverteilung im Rat zu Überhangmandaten, die diesen Widerspruch auflösen mussten. Der neue Rat hat also 50 Mitglieder statt der 44 bei der letzten Wahl. Aktuell beginnen die Gespräche zwischen den Parteien darüber, wie es nun nach den Wahlen weitergehen kann. Ob es zu Kooperationen kommen wird, oder ob wir einen Rat mit wechselnden Mehrheiten erleben werden, ist derzeit wohl noch völlig offen.

Die Langenfelder GRÜNEN werden sich jedenfalls, wie bereits im Wahlkampf und in der ganzen Ratsperiode, bei den beginnenden Gesprächen und bei eventuellen Absprachen an Sachthemen orientieren. Für uns stehen nach wie vor der Klimaschutz und die Verkehrswende, eine bedarfsdeckende Kinderbetreuung, ein bezahlbares Wohnungsangebot, Transparenz im Verwaltungshandeln und der gesellschaftliche und soziale Zusammenhalt ganz oben auf der Agenda.

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