Freizeitparadies Berghausen?

Links die geplante Ferienhausanlage – Rechts der geplante Hotelbau (graue Fläche)

In der Ratssitzung am 20. März wurde die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans sowohl für den Bereich der Wasserski-Anlage wie des Sportzentrums in Berghausen beschlossen. Ein Bebauungsplan, der die wohl umfangreichste Nutzungserweiterung seit der Entstehung dieser beiden Einrichtungen mit sich bringen wird. Bei diesen Erweiterungen geht es immer weniger um den Sport, um das gelegentliche Freizeitvergnügen auf den Wasserski-Bahnen oder der neuen “Stehenden Welle”, sondern immer mehr um eine Rundum-Vermarktung, die die Gelddruckmaschine “Wasserski” nochmal mit einer beschleunigten Umdrehungszahl laufen lässt.

Dabei wird nach den vorgestellten Plänen nicht nur die Ausnutzung der bereits vorhandenen Flächen erhöht, indem eine fünfte Bahn in Betrieb gehen soll, weitere Grillplätze, Campingmöglichkeiten, Liegeplätze für Hausboote, Stelzenhäuser im Uferbereich und ein Eventgebäude an der Bahn 5 entstehen sollen, sondern es werden auch darüber hinausgehende Flächen für teilweise gänzlich neue Nutzungszwecke in Anspruch genommen. Vorgesehen sind im Einzelnen

    • der Bau einer Ferienhausanlage mit 36 Ferienhäusern auf einer der Wasserski-Anlage gegenüber liegenden Fläche nördlich der Baumberger Straße,
    • der Bau eines vierstöckigen Hotels mit 140 Betten auf dem jetzigen Parkplatz des Sportzentrums
    • und eine Erweiterung des bestehenden Wohnwagen-Stellplatzes um ca. 50%.
  • Die vorgesehene Erweiterung des Wohnwagen-Stellplatzes

    In inzwischen selten gewordener Einmütigkeit wurden diese Pläne von CDU, SPD, BGL und FDP begrüßt – die BGL sprach sogar von einer “Sensation”. Lediglich die GRÜNEN machten einmal mehr den Spielverderber und lehnten die Pläne ab. Wieder einmal zeigt sich, dass die regelmäßigen Beteuerungen auch anderer Fraktionen, den verbliebenen Grüngürtel und Freiraum in Langenfeld nicht anzutasten, nur Lippenbekenntnisse sind und im Zweifelsfall immer wirtschaftlichen Interessen zum Opfer fallen. Dies betrifft in diesem Fall insbesondere die Erweiterungsfläche für die Wohnwagen und natürlich den Flächenverbrauch für die Ferienhäuser.

    Darüberhinaus kommt hier nach Einschätzung der Langenfelder GRÜNEN auch eine erhebliche Mehrbelastung auf die Anwohner in Alt-Berghausen zu. Ein zusätzliches Eventgebäude, die zusätzlichen Campingmöglichkeiten, die Ferienhäuser und das geplante Hotel werden fast zwangsläufig zu einer steigenden Verkehrsbelastung entlang der Baumberger Straße und generell zu einer Erhöhung des Lärmpegels in den angrenzenden Wohngebieten führen.

    Tagesordnungspunkt 9 der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses vom 22.02.18

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